Generation: sinnentleert!

Wer willst du sein – in einer Welt, in der du alles sein könntest?

„Weder wissend, was er muss, noch wissend, was er soll, scheint er oftmals nicht mehr recht zu wissen, was er im Grunde will.“, schreibt Viktor E. Frankl über den Mensch von heute.

Wer willst du sein – in einer Welt, in der du alles sein könntest?

Schon Victor E. Frankl schrieb 1977 in seinem Buch: „Das Leiden am sinnlosen Leben“ über die Wichtigkeit des „Wozu’s“.

„Das Leiden an einem Gefühl der Sinnlosigkeit, an einer lähmenden inneren Leere, das ist die Krankheit der Gegenwart.“, so Frankl.

Wozu leben wir? Welchen Inhalt und Sinn geben wir unserem Leben?

In einer Welt, in der wir alles sein könnten, zu uns selbst zu finden und uns für das „Richtige“ zu entscheiden, scheint die größte Herausforderung für die Menschen in diesem Zeitalter zu sein.

„Weder wissend, was er muss, noch wissend, was er soll, scheint er oftmals nicht mehr recht zu wissen, was er im Grunde will.“, schreibt Frankl über den Mensch von heute.

Wir haben eine übermäßige Auswahl an Möglichkeiten. Sei es im beruflichen Kontext oder in der Freizeit. Ständig gibt es neue Jobs oder Technologie-Fortschritte auf dem Markt, an die vorgestern noch niemand gedacht hätte. Ständig gibt es neue Konsumgüter, die wir scheinbar unbedingt brauchen, zumindest wenn wir der Werbung Glauben schenken.

Fluch und Segen zugleich, hören wir die Menschen sagen. In einer Welt voller Beeinflussungen von außen, scheint es ohne Reflexion und (emotionale) Bewusstheit schier unmöglich, seine eigene Essenz noch zu spüren. Konditioniert und vernebelt laufen die Menschen durch ihr Leben und fragen sich, woher diese innere Leere kommt. Dieses sinnentleerte Gefühl in ihnen. Es sind nicht die fehlenden Möglichkeiten, die sie haben. Es sind die vielen Optionen, die sie überfordern. Getrieben von Erwartungen, die sie an sich selbst oder an andere Menschen hegen, verpassen sie ihr eigenes Leben und vergessen, dass sie einen eigenen Willen haben.

So ging es mir. In einer Coachingsession vor 4 Jahren wurde ich gefragt: Was willst du Doreen? Was ist es, was du wirklich willst?

So bitter wie es klingt – ich hatte keine Antwort. Zumindest keine, die klar war. Ich will das oder dies oder könnte mir auch jenes vorstellen. Diesen Spiegel vorgehalten zu bekommen, war sehr schmerzhaft. Ich fragte mich anschließend, wann mir mein Wille, meine Ziele, Träume und Wünsche eigentlich abhanden gekommen sind? Ich konnte keinen Schlüsselmoment festmachen. Es war ein schleichender Prozess. Verzettelt in sehr sehr vielen Möglichkeiten, meinem Perfektionsstreben und einem Erwartungs- und Zeitdruck fand ich mich in einem Leben wieder, was sich überfüllt und doch irgendwie leer anfühlte. An diesem Tag entschied ich, mich auf die Suche nach meinem Willen zu machen und, dass ich bereit bin, meinem Leben seinen Sinn zurückzugeben.

Das innere Chaos, was ich erlebte, war gut. Es war ein Spiegel, der mir verdeutlichte, dass Optionen zu haben nur beweist, dass ich die Wahl habe. Dass ich nicht hilflos ausgeliefert bin, sondern zu jedem Zeitpunkt die Macht habe, auszuwählen und vollkommen selbstbestimmte Entscheidungen für mich und mein Leben zu treffen in der Lage bin.

Der Mensch strebt nach einem Sinn in seinem Leben. Mehr als je zuvor.

Überall lesen und hören wir: „Finde deinen Weg. Du bist einzigartig. Bringe dein Licht zum Strahlen. Werde der du bist. Komme bei dir an.“ usw.

Nur, was ist, wenn wir gar nicht wissen, wo wir anfangen sollen, zu graben?

Ich glaube, dass dieses sinnentleerte Gefühl eine Folge aus dem Überangebot an Möglichkeiten ist. Wir sind entscheidungsmüde geworden. Ständig müssen wir uns für oder gegen etwas entscheiden. Angefangen bei den hunderten Brotsorten im Supermarktregal. Dass wir, wenn es um die eigentlichen Entscheidungen im Leben geht, müde geworden sind, ist nur die logische Konsequenz.

Wir müssen uns fokussieren. 

Frage dich, was du schon als Kind immer werden wolltest? Wonach du gestrebt hast? Was dir Glückseligkeit gebracht hat? Was du ganz tief in dir spürst, du zu fühlen und vor dir selbst zuzugeben denkst nicht bereit zu sein? Wo du so wahnsinnige Angst vor hast? Welche Verantwortung du dich nicht zu übernehmen traust?

Lass die anderen Menschen in deinem Umfeld dein Spiegel sein. Lass dich auf diese Resonanzen in dir ein. Öffne dich für das Schmerzhafte in dir und zugleich für das Geschenk dahinter. Sage Ja zum Chaos und Ja zur Ordnung. (Er)Kenne deine Werte. Sage Nein, wenn du es fühlst und handle in Kongruenz zu deinen Werten. Kümmere dich um deine Gesundheit – mental, körperlich und seelisch. Erlaube dir, perfekt unperfekt zu sein. Und stelle dir bei allem, was du tagtäglich tust die Frage, ob es das Wesentliche ist, was du heute tun solltest. Unterscheide das Wesentliche vom Unwesentlichen.

Und dann lass die Klarheit in dir entstehen. Lass den Nebel verschwinden.

Vertraue.

Du bist alles, was du hast!

Wenn du am Ende deines Lebens angekommen bist – was würdest du an jenem Tag hoffen – heute an diesem Tag getan zu haben? Und wenn du nur eine einzige Sache heute tun könntest, welche wäre sie?

Manchmal bedeutet die Antwort, auf wirklich gute Möglichkeiten zu verzichten.

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